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Baufinanzierung abgelehnt – was kann ich jetzt tun?

Autorenbild: Frank Wenzel
Frank Wenzel
vor 3 Tagen
4 Min. Lesezeit

Ihre Bank hat Ihre Immobilienfinanzierung abgelehnt? Das ist enttäuschend, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass Ihr Immobilienkauf gescheitert ist.


Wenn Ihre Baufinanzierung abgelehnt wurde, sollten Sie zunächst die Gründe prüfen, bevor Sie Ihren Immobilienkauf aufgeben.


Denn Banken bewerten Kreditnehmer, Einkommen und Immobilien nach unterschiedlichen Kriterien. Was bei einem Kreditinstitut nicht finanzierbar erscheint, kann bei einem anderen durchaus möglich sein.


Entscheidend ist zunächst, die Gründe für die Ablehnung zu verstehen.


1. Warum lehnen Banken eine Baufinanzierung ab?


Eine Bank prüft vor der Kreditentscheidung im Wesentlichen zwei Bereiche:


Ihre persönliche Bonität: Können Sie die monatliche Darlehensrate langfristig bezahlen?


Die Immobilie als Sicherheit: Welchen Beleihungswert setzt die Bank für das Kaufobjekt an?


Typische Gründe für eine Finanzierungsabsage sind:


  • Zu wenig Eigenkapital oder fehlende Kaufnebenkosten

  • Eine aus Bankensicht zu hohe monatliche Belastung

  • Bestehende Kredite oder sonstige finanzielle Verpflichtungen

  • Negative SCHUFA-Einträge

  • Schwankende oder schwer nachweisbare Einkünfte

  • Eine niedrige bankinterne Immobilienbewertung

  • Unvollständige Unterlagen oder ungeklärte rechtliche Besonderheiten der Immobilie


Manchmal scheitert eine Finanzierung nicht an einem einzelnen Problem, sondern an der Kombination mehrerer Faktoren.


2. Warum kann eine andere Bank trotzdem finanzieren?


Nicht alle Banken verwenden dieselben Berechnungsmodelle.


Einige Kreditinstitute berücksichtigen beispielsweise variable Einkommensbestandteile, Mieteinnahmen oder selbstständige Einkünfte anders als andere.


Auch bei der Haushaltsrechnung und der Bewertung einer Immobilie gibt es Unterschiede.


Beispiel:


Eine Familie möchte ein Haus für 500.000 Euro kaufen. Die erste Bank lehnt den Antrag ab, weil die monatliche Belastung nach ihren internen Vorgaben zu hoch ist.

Eine andere Bank kann unter Umständen zu einer anderen Einschätzung gelangen, weil sie bestimmte Einkommensbestandteile anders bewertet oder andere Pauschalen für die Lebenshaltungskosten verwendet.


Das bedeutet nicht, dass jede abgelehnte Finanzierung anderswo genehmigt wird. Es zeigt aber, warum eine sorgfältige Prüfung mehrerer geeigneter Finanzierungspartner sinnvoll sein kann.


3. Was sollten Sie nach einer Finanzierungsabsage tun?


Schritt 1: Den Ablehnungsgrund erfragen


Versuchen Sie herauszufinden, ob die Entscheidung an Ihrer Bonität, der Haushaltsrechnung, der Immobilie oder an fehlenden Unterlagen liegt.


Schritt 2: Ihre finanzielle Situation überprüfen


Sind alle Einkünfte korrekt berücksichtigt? Gibt es bestehende Verpflichtungen, die reduziert werden können? Ist zusätzliches Eigenkapital verfügbar?


Schritt 3: Die Immobilie prüfen


Manchmal liegt die Ursache nicht beim Käufer, sondern beim Objekt. Beispielsweise können ein niedriger Beleihungswert, fehlende Bauunterlagen, besondere Nutzungsrechte oder rechtliche Belastungen die Finanzierung erschweren.


Schritt 4: Nicht wahllos neue Kreditanfragen stellen


Lassen Sie zunächst prüfen, welche Banken für Ihre Situation infrage kommen. Achten Sie bei der SCHUFA darauf, dass geeignete Konditionsanfragen verwendet werden, soweit dies im jeweiligen Prüfprozess möglich ist.


Schritt 5: Unabhängige Finanzierungsberatung nutzen


Ein unabhängiger Baufinanzierungsberater kann die Unterlagen prüfen, mögliche Finanzierungshindernisse erkennen und gezielt geeignete Banken auswählen.


4. Kann mehr Eigenkapital helfen?


Ja, zusätzliches Eigenkapital kann die Finanzierungschancen verbessern.

Es reduziert den Darlehensbedarf und häufig auch den Beleihungsauslauf. Dadurch kann sich das Risiko aus Sicht der Bank verringern.


Allerdings sollte nicht das gesamte verfügbare Vermögen eingesetzt werden.

Eine ausreichende finanzielle Reserve für unerwartete Ausgaben bleibt wichtig.


5. Was ist bei einer schlechten SCHUFA möglich?


Negative SCHUFA-Einträge können eine Baufinanzierung erheblich erschweren.

Entscheidend sind unter anderem die Art des Eintrags, sein aktueller Status und die übrige finanzielle Situation.


Prüfen Sie zunächst Ihre gespeicherten Daten. Unrichtige Einträge sollten berichtigt werden.


Versprechen wie „Baufinanzierung garantiert trotz negativer SCHUFA“ sollten Sie kritisch betrachten.


6. Was passiert, wenn bereits ein Kaufvertrag unterschrieben wurde?


Hier ist besondere Vorsicht erforderlich.


Ein notariell beurkundeter Immobilienkaufvertrag ist grundsätzlich verbindlich. Wird die Finanzierung anschließend abgelehnt, entfällt die Kaufverpflichtung nicht automatisch.


Je nach Vertrag können erhebliche finanzielle Folgen entstehen.

Deshalb empfehle ich, die Finanzierung möglichst vor der notariellen Beurkundung verbindlich zu klären.


Falls bereits ein Kaufvertrag unterschrieben wurde, sollten Sie unverzüglich den Notar beziehungsweise einen im Immobilienrecht tätigen Rechtsanwalt einschalten und parallel die Finanzierungsmöglichkeiten prüfen.


7. Häufige Fragen zur abgelehnten Baufinanzierung


Ist eine Finanzierungsabsage endgültig?


Nein. Die Ablehnung einer Bank bedeutet nicht automatisch, dass jede andere Bank ebenfalls ablehnt. Die tatsächlichen Finanzierungsmöglichkeiten hängen von den individuellen Umständen ab.


Wie lange muss ich nach einer Ablehnung warten?


Eine allgemeine gesetzliche Wartefrist gibt es nicht. Entscheidend ist, warum die Finanzierung abgelehnt wurde und ob die Ursache inzwischen behoben oder bei einer anderen Bank anders zu beurteilen ist.


Kann ich ohne Eigenkapital finanzieren?


Eine Finanzierung ohne Eigenkapital ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, aber anspruchsvoller und häufig teurer. Einkommen, Bonität und Immobilienbewertung spielen dabei eine besonders wichtige Rolle.


Hilft ein zweiter Kreditnehmer?


Ein weiterer Kreditnehmer mit ausreichendem Einkommen kann die Haushaltsrechnung verbessern. Er übernimmt allerdings auch die vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Bank.


Kann ein unabhängiger Finanzierungsberater eine Zusage garantieren?


Nein. Die Kreditentscheidung trifft immer die finanzierende Bank. Eine sorgfältige Vorauswahl kann jedoch helfen, unnötige Anfragen zu vermeiden und realistische Möglichkeiten zu erkennen.


Fazit: Eine Absage ist nicht immer das Ende Ihrer Immobilienpläne


Wenn Ihre Hausbank die Finanzierung ablehnt, sollten Sie zunächst die Ursachen klären, statt den Immobilienkauf sofort aufzugeben.


Häufig lohnt sich ein genauer Blick auf die Haushaltsrechnung, die Einkommensunterlagen, die Immobilie und die Auswahl der Bank.


Wichtig ist nicht, möglichst viele Banken anzufragen, sondern die passenden Finanzierungspartner zu finden.


Baufinanzierung abgelehnt? Lassen Sie Ihre Möglichkeiten prüfen.

Als unabhängiger Baufinanzierungsberater unterstütze ich Sie dabei, die Gründe einer Ablehnung einzuordnen und realistische Finanzierungsalternativen zu prüfen.

Ich begleite Immobilienkäufer in Berlin, Brandenburg, Leipzig und bundesweit.


Frank Wenzel – Wenzel Hypotheken

Unabhängig beraten. Persönlich begleiten. Langfristig sicher finanzieren.


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Ein Paar bespricht nach einer abgelehnten Baufinanzierung mit einem unabhängigen Baufinanzierungsberater mögliche Finanzierungsalternativen.
Ein Paar bespricht nach einer abgelehnten Baufinanzierung mit einem unabhängigen Baufinanzierungsberater mögliche Finanzierungsalternativen. Bild mit KI erstellt.

 
 
 

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